Botulinumtoxin Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von Botulinumtoxin

Unerwünschte Begleiterscheinungen, Risiken und Nebenwirkungen.

Botox Nebenwirkungen

Ist eine Botulinumtoxin-Behandlung gefährlich?

Eine Behandlung mit Botulinum ist grundsätzlich nicht gefährlich. Bei der Faltenbehandlung, Vorbeugung von Falten oder Hyperhidrosis-Therapie und dafür angemessener Dosierung von Botulinumtoxin, ist die Behandlung für den Patienten bei korrekter und professioneller Anwendung mit lediglich geringen Nebenwirkungen verbunden. Auch wenn die Behandlung in der Regel ungefährlich ist, dürfen evtl. eintretende Nebenwirkungen nicht unerwähnt bleiben. Deshalb werden Sie vor jeder Erstbehandlung ausführlich über mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt. Dies geschieht weniger aus juristischen Gründen, sondern vielmehr um dem Patienten eine genaue Vorstellung über mögliche Wirkungen und Nebenwirkungen von Botulinumtoxin zu geben. Dieses Wissen vereinfacht die Akzeptanz und Toleranz der Wirkungen von Botulinumtoxin.

Nebenwirkungen durch das Medikament

Gelegentlich treten Kopfschmerzen im Rahmen von Botulinumtoxin-Behandlungen auf. Eine allergische Reaktion tritt selten auf. Diese Allergie kann auf Komplexproteine der stabilisierten Botulinumtoxin-Präparate entstehen. Kurzfristige Rötungen an der Einstichstelle verschwinden in der Regel nach wenigen Minuten.

Nebenwirkungen durch die Behandlung

Durch die Injektionen können Hämatome, temporäre Rötungen und kurzfristig sichtbare Quaddeln verursacht werden. Ein geübter Arzt, der sich für die Behandlung mit Botulinumtoxin Zeit nimmt, wird weniger Nebenwirkungen durch die Behandlung selbst produzieren als ein Anfänger.

Nebenwirkungen durch den Behandler

Die Hauptwirkung von Botulinumtoxin, nämlich die Schwächung von kontraktilen Elementen der Muskulatur in unerwartetem Ausmaß oder an benachbarten Muskeln, ist keine Nebenwirkung sondern eine Hauptwirkung des Medikaments. Ein Großteil von Komplikationen und ‘Nebenwirkungen‘ kann sich grundsätzlich durch die Wahl eines guten Arztes und eine adäquate Aufklärung mit Verständnis des Patienten vermeiden lassen.

Typische unerwünschte Effekte

Der häufigste Kritikpunkt an einer ästhetischen Behandlung mit Botulinumtoxin A ist eine unerwartete Schwächung benachbarter Muskeln, bzw. eine zu starke Wirkung in einer behandelten Muskelgruppe. Diese ‘Nebenwirkung’ ist z.B. das Absinken der Augenbrauen nach einer Stirnbehandlung.

Seltene “Schein-Nebenwirkungen”

Bei inkorrekter Behandlung stört das erhebliche Augenbrauenabsinken die Patienten sehr, aber eine – eventuell asymmetrische – Artikulationsstörung beim Sprechen, Augenkoordinationsstörungen oder ein Oberlidhängen wird als noch unangenehmer empfunden und sollte möglichst verhindert werden. Alle unerwünschten Effekte sind keine Nebenwirkungen nach dem üblichen Verständnis sondern entsprechen der Hauptwirkung von Botulinumtoxin an der benachbarten Muskulatur. Die Hemmung der Nervensignalübertragung an der acetylcholinergen Synapse hemmt parasympathisch innervierte Drüsenzellen. Gelegentlich tritt Augentrockenheit oder verringerter Speichelfluss auf. Alle diese “Schein-Nebenwirkungen” sind dosisabhängig und reversibel.

Echte Nebenwirkungen von Botulinumtoxin

Bei Erstbehandlungen in höheren Dosierungen kann es zu Kopfschmerzen kommen. Allergische Reaktionen sind denkbar, aber eher selten. Eine Hautrötung an der Injektionsstelle für – im Allgemeinen – wenigen Minuten ist üblich. Nicht dem Medikament Botulinumtoxin sondern der Injektion können Hämatome (blaue Flecken) nach der Faltenbehandlung angelastet werden.

Richtige Dosierung – Wie viele Einheiten?

Bei einer Erstbehandlung gibt es keine richtige Dosierung. Je nach Erwartung des Patienten kann oft nur zu wenig oder zu viel Botulinumtoxin gespritzt werden. Ist die Dosierung nicht ausreichend, so wird die Kraftreduzierung nicht zufriedenstellend sein und die Haltbarkeit der Botulinumtoxin-Wirkung zu “kurz” sein. Eine zu hohe Dosierung wird eine zu starke Muskelschwächung, insbesondere der Nachbarregionen, bewirken. Die Dauer des Botulinumtoxin-Effekts ist länger. Hier gilt es das Verständnis des Patienten zu schaffen.

Wie lange hält die Botulinumtoxin-Wirkung an?

Im Grunde ist richtig, dass gut behandelte Faltenregionen durchschnittlich nur zweimal pro Jahr behandelt werden müssen. Falsch ist, dass der Botulinumtoxin-Effekt sechs Monate andauert. Der Körper benötigt deutlich weniger Zeit für die Regeneration der Nervenenden und Neubildung der Synapsen. Eine gut dosierte Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin beginnt mit engeren Behandlungsintervallen, z. B. zu Beginn 10 Wochen, dann 12 Wochen, dann 4 Monate und dann 5 Monate. Dies ist abhängig vom jeweiligen Patienten, dessen Konstitution und den realistisch angestrebten Zielen. Wichtig ist dabei die Reduzierung der Muskelmasse und ein Abtrainieren der übersteigerten mimischen Aktivitäten.

Bei einer unerwünschten Botulinumtoxin-Wirkung hält dieser Effekt meist kürzer an, da die unangenehm geschwächte Muskelgruppe fortan stärker trainiert wird.

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